onehundretstories


.. .. .. .Accidit in puncto, quod non speratur in anno
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Ansichtssache?

wann hat ein mensch schlechte charaktereigenschaften und wann ist es nur eine situation?
wann vergisst jemand werte und ideale und wann hat er nur nen scheiß tag?
wann ist etwas unkameradschaftlich und wann ist es nur anders, als mans kennt?
wann ist etwas unfair und wann fühlt man sich einfach nur persönlich angegriffen?
wo hört überempfindlichkeit auf und wo fängt grenzen überschreiten an?


kriegt man nicht beigebracht, dass man alle diese dinge objektiv sehen muss?
dass alles ein gewisses maß der dinge erfüllen muss, bevor es zu gut oder zu schlecht ist?

ist das wirklich so? muss ich erstmal an 6 mrd. menschen messen, ob etwas unfair ist?
wie könnte ich? nehme ich dritte-welt-länder... ist fast nichts mehr unfair, denn dagegen gehts mir mehr als geil. nimmt man den reichsten menschen deutschlands, der sich alles erlauben kann... ist normaler umgang schon beinah unfair, denn da gibts ja noch grenzen.
also woran messe ich das alles? am gesunden menschenverstand?
... genau, als hätte der nicht auch ungeahnte dimensionen.
also eigentlich misst jeder solche fragen immer an sich selbst.
wann tut mir etwas gut oder schlecht? wann tut mir etwas weh? wann halte ich dinge für unpassend? und wann ist ende im gelände?

klar gibts irgendwo harte kanten... nach oben und nach unten. man kann nicht wegen einem "nein" heulen und man kann nicht über die würde anderer gehen.
aber dazwischen... ist alles grau. vieles ist erlaubt und doch wieder verboten, vieles erwünscht und ebenso verpöhnt.
der große schlüssel zu all dem kann doch nur akzeptanz lauten.

menschen akzeptieren und im besten falle schätzen lernen.
natürlich kann man nicht mit jedem befreundet sein - das lernt man ja schon im kindergarten.
aber ein normaler umgang... eine gewisse neutralität. ein miteinander, das keine großen sympathien tragen muss, dass aber auch nicht von anfeindungen gänzlich zerstört wird. ist das wirklich so schwer?

der mensch geht ja immer zu 99 % von sich aus... also kann ichs nur für mich sagen... aber: für mich ist das nicht schwer.
ich bin nicht unfehlbar, um himmels willen. aber in den allermeisten fällen bin ich fähig den mensch als das zu sehen, was er ist - oder zumindest als das, was er preisgibt. und das versuche ich zu akzeptieren. ich kann es doch sowieso nicht ändern. menschen ändern sich nicht für mich; und das sollten sie auch gar nicht.
ich bin extrem sozial. ich lege wert auf gerechtigkeit, auf respekt, auf werte und moral...
manchmal frage ich mich: bin ich einfach zu krass?
ich meine... es denkt nunmal nicht jeder grundsätzlich darüber nach, es möglichst jedem recht zu machen und möglichst ein gesamtergebnis zu erziehlen, mit dem jeder irgendwie leben kann.
fiel mir selbst schwer, das hinnehmen zu müssen. aber es ist nunmal so.
jemand hat mir mal gesagt, ich kann nicht von anderen menschen erwarten, dass sie das tun oder so reagieren, wie ich es würde - oder wie es am passendsten wäre.
ich versuche darauf zu hören... ich versuche nicht das bestmögliche zu erwarten - aber respekt erwarte ich!
respekt ist etwas grundlegendes.

und jemand, der durchgehend unfair ist...
... oder der durchgehend heuchelt...
... oder der durchgehend unfreundlich ist...
... oder der meine akzeptanz durchgehend mit füßen tritt...
... der respektiert mich nicht oder?
entweder ist dieser jemand nicht geistes genug zu erkennen, dass es über meine grenzen geht oder er tuts mit absicht bzw mit ignoranz.
und da ich menschen ungern ihren intellekt abspreche... bleibt doch nur die variante, dass sie es gern tun oder es ihnen einfach nur egal ist.
ich sage nicht, dass es falsch ist. ich entscheide nicht was richtig und falsch auf dieser welt ist . aber ich sage, dass sie meine persönliche grenze damit übertreten.
für meine offenheit, für meinen respekt, für meine mühe alles im einklang zu halten, für mein engagement, für meine hilfsbereitschaft und für meine freundlichkeit verlange ich nicht viel - aber ich verlange, dass man das respektiert!also bleibt am ende alles ansichtssache. die frage nach dem richtig und falsch, die frage nach dem gut oder schlecht und die frage nach dem wichtig oder unwichtig.

aber für mich steht am anfang und am ende immer eins: ein kleines bisschen respekt.
und wer es nicht einmal schafft, sich diese grundlegende sache mir gegenüber anzueignen, der hat auch keinerlei mühe meinerseits verdient.

und er wird sie über kurz oder lang auch nicht bekommen.
wer immer glaubt, mich innerhalb von 3 stunden, 4 tagen oder 5 wochen zu kennen - der hält sich entweder für sehr schlau oder mich für sehr bescheuert; im dümmsten fall wird es beides sein.
aber früher oder später werden auch solche irrtümer einander gegenüber gestellt... und ich habe keine angst bei so einer gegenüberstellung mein gesicht zu verlieren.
28.9.10 20:11
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Tom / Website (29.9.10 12:59)
Du meine Güte o.O
Ein Musterbeitrag für Toleranz, Gleichstellung und Werteschätzung wolltest Du doch aber eigentlich nicht zaubern, oder?
Freut mich zu sehen, dass ich nicht der Einzige bin, dem gewisse "Regeln" eingetrichtert worden sind. Und offenbar bin ich nicht der Einzige, dem die Nackenhaare zu Berge stehen, wenn man die Entwicklung so verfolgt. In der mittleren, unseren, Schicht gibt es doch keinen Respekt mehr. Schau Dir die Bastarde an, die sich da heranzüchten. Und wie prall die Geschehen dann in der Täglich-allgemeinen Volksverdummung (kurz TV) breitgetreten wird. "Die Super-Nanny" oder "Familien im Brennpunkt" und weiß der Geier, was noch für Schund über diese Luderei getrieben wird.. Es ist abartig, denn es ist aus dem Alltag gegriffen.
Da kann man nur sagen: bleib' Dir selbst treu.
Denn so lebst Du am "klügsten"

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